ELSA-Moot Courts

In simulierten Gerichtsverhandlungen werden Studierende zu Anwält*innen und müssen ihre Mandantschaft nach bestem Können vertreten: Klageschrift, Klageerwiderung und am Ende die mündliche Verhandlung vor Gericht.

Das Modell Moot Court erfreut sich seit einigen Jahren auch in Deutschland großer Beliebtheit!

We’ll see you in Court!

Was ist ein Moot Court?

Bei einem Moot Court treten zwei Teams zu je zwei Studierenden in einem simulierten Rechtsstreit gegeneinander an. Zu Beginn wird der Sachverhalt bekanntgegeben. Danach verfassen beide Teams zunächst für die Klägerseite eine Klageschrift. Danach erhält jedes Team Gelegenheit die andere Klageschrift zu erwidern. Für die mündliche Verhandlung wird ausgelost welches Team welche Prozesspartei vertritt und dann geht es vor Gericht!

Bei ELSA finden die Moot Courts in einem Turniersystem bundesweit statt. Viele der Lokalgruppen richten Erstrunden aus. Die dort siegreichen Teams ziehen dann in die nächste Runde ein. Das Finale findet üblicherweise vor einem Oberlandes- oder sogar vor einem Bundesgericht Richter*innen dieser Gerichte statt.

Über ELSA International bieten wir auch zwei europaweit ausgetragene Moot Courts an.

Moot Courts in Deutschland (Prozesssprache: Deutsch):

  • ELSA Deutschland Moot Court (EDMC)
    Der EDMC ist ein zivilrechtlicher Moot Court mit über 25jähriger Tradition. Die Fälle entstammen üblicherweise dem allgemeinen Zivilrecht.
  • ELSA Deutschland Verwaltungsrecht Moot Court (EDVMC)
    Der EDVMC ist das verwaltungsrechtliche Pendant zum EDMC. Er wurde 2020 zum 4. Mal ausgetragen. Die Fälle entstammen dem allgemeinen und besonderen Verwaltungsrecht.

Moot Courts in Europa/Weltweit (Prozesssprache: Englisch):

  • John H. Jackson Moot Court
    Der John H. Jackson Moot Court ist einer der größten Moot Courts der Welt und findet auf fünf Kontinenten statt. Die Fälle kommen aus dem Bereich des Welthandelsrechts.
  • European Human Rights Moot Court Competition (EHRMCC)
    Der EHRMCC wird von ELSA International in Zusammenarbeit mit dem Europarat (Council of Europe) ausgetragen und findet vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strasbourg, Frankreich statt. Die Fälle behandeln menschenrechtliche Probleme.

Warum teilnehmen?

Praktische Erfahrungen gibt es in der universitären Ausbildung kaum. Daher erfreuen sich Moot Courts aller Art schon seit längerem großer Beliebtheit. Es gibt fast keine bessere Möglichkeit praktische (Prozess-)Erfahrung zu sammeln als in einer simulierten Gerichtsverhandlung. Deshalb werden zahlreiche Moot Courts angeboten. Neben den ELSA-Moot Courts gibt es auch von der Universität ein solches Angebot (weitere Informationen).

Der große Vorteil der ELSA-Moot Courts ist, dass sie sich problemlos während des laufenden Studiums bewältigen lassen, während die universitären Moot Courts ein ganzes Semester in Anspruch nehmen. Zudem ist das Einstiegsniveau bei den ELSA-Moot Courts etwas geringer, wenngleich es natürlich stark ansteigt je näher die Finalrunden rücken!

Der EDMC hat uns Einblicke in das Recht auf einer ganz anderen Ebene als im Studium ermöglicht. Während der Schriftsatzphase und in der mündlichen Verhandlung konnten wir als Team unsere fachlichen Fähigkeiten und Soft Skills unter Beweis stellen.

Wir empfehlen die Teilnahme unbedingt!

Clara Scheuber & Chiara Dechering

EDMC-Teilnehmerinnen 2020

Teilnahmevoraussetzungen

Voraussetzung für die Teilnahme an den Moot Courts sind grundlegende Kenntnisse des materiellen Rechts. Eine Teilnahme in den ersten zwei Studiensemestern ist zwar grundsätzlich möglich, aber ambitioniert. Wir empfehlen eine Teilnahme ab dem dritten Studiensemester.

Vorkenntnisse im Prozessrecht schaden nicht, sind aber auch nicht erforderlich. Die nötigen grundlegenden prozessrechtlichen Kenntnisse werden in einem Crash-Kurs vermittelt. Fragen könnt ihr selbstverständlich immer an uns oder unsere Partner richten.

Der John H. Jackson Moot Court und der EHRMCC werden in englischer Sprache ausgetragen. Eine Teilnahme an diesen Wettbewerben setzt daher gute Englischkenntnisse voraus.

Für Berufsträger*innen:

Wir suchen immer nach qualifizierten Jury-Mitgliedern! Wenn Sie Lust haben an diesem Wettbewerb als Mitglied der Jury in der Jenaer Lokalrunde teilzunehmen und den Teilnehmenden damit eine besondere Erfahrung zu ermöglichen, melden Sie sich gern bei uns!

Verantwortlich

Lukas Simetskyi und Konrad Hermann

Lukas Simetskyi und Konrad Hermann

Vorstand Akademische Aktivitäten